
Nordrhein-Westfalen hat sich seit dem Ende der 80er Jahre neu erfunden. Bestimmten lange Zeit Bergbau, Schwerindustrie, Umweltverschmutzung und “Malochermentalität” das Image des Landes, genießt man heute dort die internationale Wertschätzung als Hort von Kunst und Kultur sowie zukunfstweisender Technologien und neuartiger urbaner Konzepte. Der Dienstleistungssektor hat neue Arbeitsplätze besonders auch im wiederentdeckten Tourismus entstehen lassen, und zwischen Münsterland und der Voreifel findet jeder Reisende genau die Urlaubsaktivitäten und Unterkünfte nach seinem individuellen Geschmack. Neben der komplexen, anspruchsvollen und brodelnden Kulturszene in den neu konzipierten Ballungszentren ist das Land aber auch schon seit jeher stolz auf seine ländlichen Gebiete samt ihrer Entspannungsmöglichkeiten gewesen. Alleine fünf Naturparks im Sauerland, der historische und weltberühmte Teutoburger Wald in Ostwestfalen-Lippe, und das UNESCO-Welterbe Mittelrheintal zeichnen für viele Erstbesucher ein ganz unerwartetes Bild von der einstigen “Kohle-und-Kumpel-Kaserne”. NRW, wie es allgemein üblich und praktisch abgekürzt wird, war schon immer bodenständig, traditionsbewusst und geradlinig, dabei aber auch immer vielseitig, facettenreich und Neuem gegenüber aufgeschlossen. Dieser sympathische Mix zeigt sich auch in der Mentalität seiner Landeskinder, die genauso hart arbeiten, wie auch ausdauernd feiern können. Besucher werden grundsätzlich gastfreundschaftlich empfangen und mit der landestypischen kräftigen Hausmannskost bewirtet, die zusammen mit einem der Biere aus dieser klassischen Brauereigegend Wunder wirkt, wenn nach einer Radtour oder einem Wanderausflug Müdigkeit eingekehrt sein sollte. Der dunkle Himmel über dem “Ruhrpott” war gestern, heute schillert Nordrhein-Westfalen in allen Farben, und bietet für jeden genau das Richtige.

